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    <title>Brückenwerk</title>
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    <description>Reflexionen und Gedankensplitter über Webdesign und Webtexte aus der Werkstatt des Brückenwerks</description>
    <language>de-de</language>
    <copyright>Brückenwerk, Tilman Pietzsch</copyright>
    <lastBuildDate>Wed, 21 Jul 2010 23:35:04 +0000</lastBuildDate>
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        <title>Das Usability-Fettnäpfchen</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/das-usability-fettnaepfchen</link>
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        <pubDate>Wed, 21 Jul 2010 23:35:04 +0000</pubDate>
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        <dc:creator>Tilman Pietzsch</dc:creator>
        <category><![CDATA[Design]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/57/beobachtungsliste1.gif" width="170" height="140" alt="" class="klein" />Eines muss man den Seiten von eBay lassen: Sie werden stets auf dem aktuellen Stand gehalten. Offensichtlich beschäftigt man eine Vielzahl fähiger Programmierer und zeigt sich gerne von einer modernen, frischen Seite. Umso verwunderlicher sind so manche Fettnäpfchen, die bei Updates immer mal wieder zu finden sind. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/57/beobachtungsliste2.gif" width="440" height="187" alt="" class="klein" /><br />
<br />
Updates sind auf dem eBay-Portal nichts Ungewöhnliches. Manches Mal finden sich jedoch auch kuriose Neuerungen, über deren Sinn man doch lange grübeln muss.<br />
<br />
So auch dieses Mal: Letztes Wochenende sah auf einmal mein eBay anders aus. Na gut, also trainieren wir uns mal wieder neue Mauszüge an. Da bei eBay vieles oft ganz schnell gehen muss, gewöhnen sich manche an, die wichtigsten Züge nahezu blind zu beherrschen. Auch ich gehöre zu den &quot;Blind-Klickern&quot;.<br />
<br />
Diesmal ging es aber auf einmal nicht mehr: Wo ist meine Beobachtungsliste hin? Unter &quot;Alle Listen&quot;? Nee, da ist sie nicht. Eine Zeile tiefer wird man fündig: Unter &quot;Beobachtungsliste und andere Listen&quot;. Wer aber meint, mit dem Klick sei es getan, irrt sich gewaltig. Mit einem Klick auf den Link öffnet sich erst ein Untermenü, in dem man dann seine Beobachtungsliste auswählen kann.<br />
<br />
Ich muss gestehen: So recht kann ich mit der Hauptnavigation unter &quot;Listen&quot; nichts anfangen. Die wichtigste Liste dürfte für die meisten Benutzer die Beobachtungsliste sein und ausgerechnet die erfordert noch einen zusätzlichen Klick und eine Wartepause, bis sich das Untermenü geöffnet hat.<br />
<br />
Auch wenn eBay solche Pannen in der Regel schnell erkennt und beseitigt, ist es doch immer wieder verwunderlich, wie vorschnell so etwas veröffentlichst wird. Man sollte doch meinen, dass Neuerungen nicht nur ausgiebig auf Funktion, sondern auch auf Benutzerfreundlichkeit geprüft werden, bevor sie online gehen.</p>]]></content:encoded>
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    <item>
        <title>Am Abgrund von Social Media</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/am-abgrund-von-social-media</link>
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        <pubDate>Wed, 21 Jul 2010 04:19:33 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/am-abgrund-von-social-media#kommentare</comments>
        <dc:creator>Tilman Pietzsch</dc:creator>
        <category><![CDATA[Gekleckse]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/56/twitter.gif" width="440" height="135" alt="" class="klein" />
Jetzt ist es so weit: Ich komme in Gewissenskonflikte. Da bittet mich doch ein Kunde, ich möge auf seiner neuen Seite alle wichtigen Social Media Links berücksichtigen. Sollte ich das machen? Muss ich das machen? Braucht der Kunde es denn überhaupt, oder meint er nur, es zu brauchen, weil alle anderen meinen es zu brauchen, obwohl es eigentlich niemand braucht? [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es so weit: Ich komme in Gewissenskonflikte. Da bittet mich doch ein Kunde, ich möge auf seiner neuen Seite alle wichtigen Social Media Links berücksichtigen. Sollte ich das machen? Muss ich das machen? Braucht der Kunde es denn überhaupt, oder meint er nur, es zu brauchen, weil alle anderen meinen es zu brauchen<br />
<br />
Meine Entscheidung: Ich nehme den Kunden ins Gebet und nenne das Zivilcourage. Irgendwie muss man ja ein bisschen Selbstachtung bewahren, wenn andere sich schon so gerne öffentlich blamieren.<br />
<br />
Bevor mich hier aber irgendjemand enttarnt, gebe ich lieber freiwillig zu, dass auch ich bei wer-kennt-wen angemeldet bin. Allerdings bin ich schon sehr erstaunt, wie viele &quot;Freunde&quot; ich auf einmal habe. Alle möglichen Leute, die ich irgendwann irgendwo schon einmal flüchtig kennengelernt habe, bezeichnen mich nun als Freund, auch wenn ich mich nur vage an sie erinnere. Hier scheint sich Quantität klar gegen Qualität durchzusetzen: Wer keine richtigen Freunde hat, muss umso mehr virtuelle Freunde in seinen Datenbanken gespeichert haben, um sein Selbstwertgefühl aufrecht zu halten.<br />
<br />
Sorry, Ihr sogenannten Freunde, es kommt noch dicker: Egal, ob man bei Twitter, Facebook, wer-kennt-wenn oder sonst irgendwo reinschaut - überall wird man mit der Belanglosigkeit Eures Lebens konfrontiert. Über den sozialen Wert eines &quot;Guten Morgen&quot; lässt sich ja noch streiten, doch glaubt Ihr ernsthaft, dass sich die Welt dafür interessiert, ob Ihr heute frische Socken angezogen habt oder dass Euer Auto wieder aus der Werkstatt zurück ist? Eure ganzen geklauten Zitate und Verse machen die Sache auch nicht interessanter. <br />
<br />
Glaubt Ihr denn wirklich, dass Ihr so wichtig seid, dass sich irgendjemand ernsthaft dafür interessiert? Dass Prominente sich auf diese Weise prostituieren, kann ich ja irgendwie noch nachvollziehen, auch wenn ich bis heute nicht verstehe, was man an dem nichts aussagenden Klatsch findet. Doch Ihr seid noch nicht einmal prominent und daran ändert auch die vierstellige Zahl eure &quot;Freunde&quot; nichts.<br />
<br />
Meinem Kunden mit seiner Live-Musik-Bar hilft der ganze Social-Media-Hype jedenfalls nichts, denn an die tausend virtuellen Fans bei Facebook kann er kein Bier ausschenken. Seine Live-Bands sind auch nicht mehr wirklich live, wenn Ihr sie nur online als Stream anschaut und von Eurem Getwitter über seine Bar hat er geschäftlich betrachtet auch herzlich wenig.<br />
<br />
Na gut, ich glaube, ich war jetzt schonungslos genug. Wenn morgen von meiner dreistelligen Zahl an Freunden bei wer-kennt-wen nur noch zehn übrig geblieben sind, bin ich euch noch nicht einmal böse. Denn diese Zahl dürfte wesentlich realistischer sein.</p>]]></content:encoded>
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    </item> 
    <item>
        <title>Erst (be-)denken, dann schreiben</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/erst-be-denken-dann-schreiben</link>
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        <pubDate>Tue, 20 Jul 2010 11:46:41 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/erst-be-denken-dann-schreiben#kommentare</comments>
        <dc:creator>Anna Fuhrmann</dc:creator>
        <category><![CDATA[Text]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/55/thomasmaxmueller-pixelio.jpg" width="140" height="109" alt="" class="klein" /> Als das Wetter so richtig quälend heiß wurde, stellte ich alle produktiven Tätigkeiten ein und starrte auf die Webseite der Zentralanstalt für Meteorologie, die das bevorstehende Unwetter in blumigen Worten und mit bunten Grafiken verkündete. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/55/thomasmaxmueller-pixelio.jpg" width="140" height="109" alt="" class="klein" /> <i>Als das Wetter so richtig quälend heiß wurde, stellte ich alle produktiven Tätigkeiten ein und starrte auf die Webseite der Zentralanstalt für Meteorologie, die das bevorstehende Unwetter in blumigen Worten und mit bunten Grafiken verkündete. </i><br />
<br />
Dort las ich die vorsorglichen Worte eines Meteorologen, die mich mit ihrem unbeabsichtigten Wortwitz heiter stimmten:   <br />
<br />
<i><b>Bedenken Sie möglicherweise unvermeidbare Risiken.  <br />
</b></i><br />
<br />
Welch ein dunkles Raunen! Normalerweise liest man über so einen Satz einfach nur hinweg und erfasst den Sinn so ungefähr, sozusagen am Vorbeilesen. Eine überaktive sprachliche Antenne lässt sich auch hitzebedingt nicht abstellen, und so stolperte ich über dieses Prachtstück aus dem Phrasenschatz der Anstalt. Denn auch in einem adjektivlosen schlichten Zustand wie <br />
<br />
<i><b>Bedenken Sie Risiken </b></i><br />
<br />
hätte ich womöglich gemurmelt: <i>&bdquo;Warum soll ich sie bedenken, wenn ich sie eigentlich vermeiden sollte?&ldquo;</i>  Die erste Erweiterung <br />
<br />
<i><b>Bedenken Sie <b>unvermeidbare</b> Risiken </b></i><br />
<br />
fügt der seltsamen Warnung einen zusätzlichen logischen Stolperstein hinzu. Denn Risiken, die unvermeidbar sind, sind eher unmittelbare Gefahren und nicht mehr nur Risiken, die man meiden könnte. Zu bedenken gibt es da gar nichts mehr. Als hätte die Person genau diesen Widerspruch selbst geahnt, fügte sie eine weitere Ausschmückung hinzu: <br />
<br />
<i><b>Bedenken Sie <b>möglicherweise</b> unvermeidbare Risiken </b></i><br />
<br />
Nehme ich diese Person ernst, begebe ich mich in einen Prozess des angestrengten Bedenkens betreffend Risiken, die unvermeidbar und somit keine Risiken sind, es sei denn, sie entpuppen sich als nur scheinbar unvermeidbar. <br />
<br />
Das neckische &quot;möglicherweise&quot; spendet nämlich einen Hoffnungsschimmer. Es deutet an, dass man dieser Unvermeidbarkeit entkommen kann. Wie das allerdings genauer vor sich gehen soll, erfahren wir nicht. Offenbar sind Risiken, so wie das Wetter selbst, in der Hand höherer Mächte, die über uns verfügen und uns zum untätigen Bedenken verdammen.  <br />
<br />
Bis das Gewitter möglicherweise unvermeidbar wirklich kommt ... <br />
<br />
<hr /><br />
<i>(Foto: Thomas Max Müller/www.pixelio.de)</i></p>]]></content:encoded>
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    </item> 
    <item>
        <title>Die Entdeckung der Schnelligkeit</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/die-entdeckung-der-schnelligkeit</link>
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        <pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:30:18 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/die-entdeckung-der-schnelligkeit#kommentare</comments>
        <dc:creator>Anna Fuhrmann</dc:creator>
        <category><![CDATA[Text]]></category>
        <category><![CDATA[Gekleckse]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/54/hmathes-pixelio.jpg" width="140" height="112" alt="" class="klein" /> Nach seiner Wiederkehr durchsuchte John Franklin ganz Portsmouth nach Mary Rose, in die er sich vor dem Krieg verliebt hatte. Er fand sie nicht, sie war wie vom Erdboden verschluckt. Franklin hatte Liebeskummer, er war unglücklich und unendlich traurig. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/54/hmathes-pixelio.jpg" width="140" height="112" alt="" class="klein" /> <i>Nach seiner Wiederkehr durchsuchte John Franklin ganz Portsmouth nach Mary Rose, in die er sich vor dem Krieg verliebt hatte. Er fand sie nicht, sie war wie vom Erdboden verschluckt. Franklin hatte Liebeskummer, er war unglücklich und unendlich traurig. Das erfahren wir vom Autor des Buches &quot;Die Entdeckung der Langsamkeit&quot; wie folgt:    </i><br />
<br />
<i><b><i>&bdquo;Er konnte nicht mehr weinen wie ein Kind, schon weil er nicht mehr glaubte, dass Weinen in der Welt etwas änderte. Aber dafür nistete sich tief in seinem Inneren ein dauerhafter Kummer ein, lichtscheu und allgemeingültig. Er machte sich breit und hielt sich doch verborgen, er trug den Namen der Mary Rose, streckte aber die Finger nach allem anderen aus.&ldquo;</i><br />
(Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit) <br />
</b></i><br />
<br />
Diese Zeilen sind keine platte deskriptive Mitteilung. Sie sind ein wenig wie der unfokussierte Blick, der nicht auf Details konzentiert, sondern alles auf einmal in sich aufnimmt, und im Glücksfall ein genaueres Bild vermittelt als die aneinandergereihte Summe aller Details. Man schaut nirgendwohin und dabei gelingt es, alles zu sehen.   <br />
<br />
Nadolny malt dieses Bild mit Sprache. Das geht nur, wenn man nicht darauf bedacht ist, mit Worten und mit der Zeit des Lesers zu geizen. Und ich kann nicht umhin, bei einer Lektüre, die mich gefangen nimmt, immer wieder zu bedauern, dass die gepflegte langsame Art und Weise des Umgangs mit Sprache ausstirbt. <br />
<br />
Geschwindigkeit und Kürze sind Trumpf, seitdem wir online sind. Man wirft den anderen verbale Bruchstücke zu und erwartet von ihnen auch nicht mehr als das. Eine wirklich stichhaltige Erklärung dafür, dass das Online-Lesen ungeduldiger ist und keine langen Textsequenzen verdauen kann, kenne ich nicht, ich weiß nur: es stimmt. <br />
<br />
Die Reichhaltigkeit der Sprache leidet darunter, wie könnte es auch anders sein. Ich will ja nicht immer laut darüber jammern, vielleicht gibt es einen Ersatz dafür irgendwann. Ist eine andere Kommunikationsform denkbar, kann sich das  Gehirn in eine Richtung entwickeln, die die sprachliche Entfaltung der inneren Landschaften überflüssig macht? Ist das Primat der Sprache zu Ende? <br />
<br />
Ich werde trotzdem nicht twittern und mich dem Diktat der 140 Zeichen beugen.<br />
<br />
<hr /><br />
<i>(Foto: HMates/www.pixelio.de) <br />
</i></p>]]></content:encoded>
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    </item> 
    <item>
        <title>Texten wie ein Profi </title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/texten-wie-ein-profi</link>
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        <pubDate>Tue, 27 Apr 2010 20:05:50 +0000</pubDate>
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        <dc:creator>Anna Fuhrmann</dc:creator>
        <category><![CDATA[Text]]></category>
        <category><![CDATA[Werbung]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/53/wueste.jpg" width="110" height="137" alt="" class="klein" /> Hätte ich es bloß früher gewusst! Wozu stundenlang die Tastatur und die eigenen Gehirnwindungen quälen, sich in andere Leute hineinzudenken versuchen, über Formulierungen grübeln, Sätze auf den Kopf stellen, nach einem passenden Wort zu suchen, wenn das alles doch viel einfacher geht? [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/53/wueste.jpg" width="110" height="137" alt="" class="klein" /> <i>Hätte ich es bloß früher gewusst! Wozu stundenlang die Tastatur und die eigenen Gehirnwindungen quälen, sich in andere Leute hineinzudenken versuchen, über Formulierungen grübeln, Sätze auf den Kopf stellen, nach einem passenden Wort zu suchen, wenn das alles doch viel einfacher geht?  </i><br />
<br />
Hiermit hänge ich meinen Beruf an den Nagel. Ich gehe in mich sowie anschließend in die Wüste, um über mein vergebliches Tun in all diesen Jahren zu meditieren, Schweigegelübde und Schreibverbot inklusive. Schafe züchten ist auch nicht zu verachten. Es ist doch niemals zu spät zu einer gereiften Einsicht. <br />
<br />
Sollte jemand mich oder mein Tun vermissen, verweise ich auf die ultimative Lösung, die mich in Zukunft ersetzen wird. Ade und lauschen Sie bitte: <br />
<br />
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:445px; height:360px" data="http://www.youtube.com/v/xOuspLWvJOw"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xOuspLWvJOw"></param></object></p>]]></content:encoded>
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    </item> 
    <item>
        <title>Das Facebook-Daten-Disaster</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/das-facebook-daten-disaster</link>
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        <pubDate>Fri, 16 Apr 2010 12:35:24 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/das-facebook-daten-disaster#kommentare</comments>
        <dc:creator>Tilman Pietzsch</dc:creator>
        <category><![CDATA[Gekleckse]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/52/no-facebook.png" width="127" height="127" alt="" class="klein" />Man sollte meinen, dass eine Netzwerk-Plattform umgehend einlenkt, wenn man sie auf Sicherheitslücken bei den Benutzerdaten hinweist. Offensichtlich nicht so Facebook: Dort hält man es für völlig legitim, die Benutzerdaten als Eigentum zu sehen, die man wirtschaftlich nach Belieben nutzen kann. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/52/no-facebook.png" width="127" height="127" alt="" class="klein" />Kaum zu glauben: Da geht das Thema Datensicherheit bei Social Networks seit Wochen durch die Deutsche Presse, doch Facebook steckt einfach den Kopf in den Sand. Anstatt einzulenken oder nachzubessern, besteht die einzige Reaktion des Unternehmens im Nichtreagieren.<br />
<br />
Ich gehöre wohl zu den vielen Millionen Benutzern, die bei ihrer Anmeldung die Nutzungsbedingungen zwar per Mausklick akzeptiert, nicht jedoch richtig durchgelesen haben. Was ich bei Internet-Einkäufen grundsätzlich tue, habe ich hier grob fahrlässig vernachlässigt. Dabei stehen dort ziemlich beunruhigende Paragrafen:<br />
<br />
<i><b>Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest (&quot;IP-Lizenz&quot;).</b></i><br />
<br />
Das bedeutet im Klartext: Facebook kann Deine Daten, wozu auch Deine hochgeladenen Fotos gehören, für alle Zwecke nutzen, ohne dass Du informiert wirst oder gar ein Einspruchsrecht hast. Das bedeutet nicht nur, dass Deine Adressdaten und Telefonnummern verkauft werden dürfen, sondern auch, dass Deine Fotos gegebenenfalls genutzt und an anderer Stelle oder in anderem Zusammenhang öffentlich publiziert werden können.<br />
<br />
Was das bedeutet, konnte man letzte Woche schon in einer Reportagesendung im Deutschen Fernsehen sehen: Dort wurden Profilfotos in negativem Sinn für Werbung missbraucht, so zum Beispiel das Foto eines nicht ganz taufrisch aussehenden Mädchens im Zusammenhang mit Alkohol.<br />
<br />
In meinem Profil dementierte Facebook zwar heute, dass Fotos für solche Zwecke missbraucht würden, beschwichtigt mich aber damit, dass meine Fotos nur kontextbezogen genutzt würden. Das bedeutet zumindest, dass man bei Facebook nach wie vor gedenkt, Profilfotos möglicherweise für eigene Werbung zu nutzen.<br />
<br />
Wie kommt man aber nun raus aus diesem Debakel? In den Nutzungsbedingungen steht zwar<br />
<i><b>Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löscht</b></i><br />
<br />
doch in den Kontoeinstellungen gibt es nur einen Link &quot;Konto deaktivieren&quot;. Mag sein, dass ich zu kritisch bin, doch <i>deaktivieren</i> ist in meinen Augen etwas anderes als <i>löschen</i>. Es bedeutet, dass alle Daten nicht mehr aktiv aber noch gespeichert sind.<br />
<br />
Da ich der windigen Bezeichnung &quot;Konto deaktivieren&quot; misstraue, bleibt nur der umständliche Weg, alle Daten Stück für Stück zu löschen. Bei den Fotos geht das recht einfach. Bei personenbezogenen Daten bleibt stellenweise nichts weiter übrig, als sie nicht öffentlich zu machen, da man seinen Namen oder sein Geburtsdatum nicht entfernen kann. Als E-Mail-Adresse habe ich mir kurzerhand eine Mülleimer-Adresse angelegt und sie gegen meine bisherige Adresse ausgetauscht. Die Mülleimer-Adresse kann ich später wieder löschen und hoffen, dass Facebook meine alte Adresse nicht doch noch irgendwo gespeichert hat.<br />
<br />
Nachdem ich alle Daten bestmöglich bereinigt habe, stehe ich vor der Frage: Soll ich nun das Konto noch &quot;deaktivieren&quot; oder nicht? Ja, ich mache es. Und wenn auch nur, um Facebook zu zeigen, was ich von ihren Geschäftspraktiken halte. Und ganz unmissverständlich wähle ich bei der Bestätigung als Grund aus: <i>Ich fühle mich bei Facebook nicht sicher</i>.<br />
<br />
Meine Befürchtungen haben sich im Übrigen bestätigt: Nach der Abmeldung erscheint eine Seite mit dem freundlichen Hinweis:<br />
<i><b>Dein Facebook-Konto wurde deaktiviert. Um dein Konto zu reaktivieren, melde dich mit deiner alten Anmelde-E-Mail-Adresse und deinem Passwort an. Du kannst die Seite dann wieder wie zuvor verwenden. Wir hoffen, dass du bald wieder zurückkommst.</b></i><br />
<br />
Das bedeutet im Klartext: Ätsch, Deine Daten werden nicht gelöscht.</p>]]></content:encoded>
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    </item> 
    <item>
        <title>Wie wenig darf man sagen?</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/wie-wenig-darf-man-sagen</link>
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        <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 11:38:21 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/wie-wenig-darf-man-sagen#kommentare</comments>
        <dc:creator>Anna Fuhrmann</dc:creator>
        <category><![CDATA[Text]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/51/kette.jpg" width="100" height="128" alt="" class="klein" /> Wie viel Information darf fehlen, damit man noch verstanden wird?  Sehr viel, mehr als man gemeinhin denkt. Wird aber das Falsche verschwiegen, läuft die Interpretationsmaschinerie unrund, der Inhalt mutet plötzlich surreal an. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/51/kette.jpg" width="100" height="128" alt="" class="klein" /> <i>Wie viel Information darf fehlen, damit man noch verstanden wird?  Sehr viel, mehr als man gemeinhin denkt. Wird aber das Falsche verschwiegen, läuft die Interpretationsmaschinerie unrund, der Inhalt mutet plötzlich surreal an. </i><br />
<br />
Folgende Kurzmeldung in der Zeitung &quot;Heute&quot; vom 17. Februar lässt mich kurz stocken im Lesefluss:<br />
 <br />
<i><b><i>&bdquo;Weil Jugendliche bis 19 gratis in Bundesmuseen dürfen, kommen weniger Schüler in das Haus des Meeres in Mariahilf.&ldquo;</i><br />
</b></i><br />
<br />
Aha. Das ist für mich so sinnvoll wie etwa: <br />
<br />
<i><b>Weil Hasen lange Ohren haben, schmecken Kaninchen am besten mit Preiselbeeren. </b></i><br />
<br />
Zwei Aussagen also, die kausal verbunden sind  (&quot;weil X, darum Y&quot;). Während ich beim zweiten Morgenkaffee meine Sinne sortiere, suche ich nach dem fehlenden Glied in der Kausalitätskette. Jugendliche dürfen also umsonst in die Bundesmuseen. Sie dürfen - aber tun sie es auch? Na gut, gehen wir mal davon aus, dass sie es tun, auch wenn es im Satz nicht explizit steht. Der Rest ist Phantasie: da Jugendliche Schülern gegenüber etwas raubeinig sein könnten, meiden diese das Museum. Leuchtet es ein? Nicht wirklich. <br />
<br />
Alleine schon aus folgendem Grund nicht: Schüler sind teilweise auch Jugendliche und umgekehrt. Die sprachliche Kategorisierung von Menschen jenseits des Erwachsenenalters ist von Haus aus etwas schwammig, willkürlich und zweckgebunden. So, und nun: Wer geht in welches Museum und warum (nicht)? Ob die  Webseite des &quot;Haus des Meeres&quot; die erwünschte Erhellung liefert? <br />
<br />
Dort sind Schüler und Studenten über 15 sowie Kinder zwischen 6 und 15 Jahren angeführt, von Jugendlichen ist gar nicht die Rede. Das ist zwar ein wenig inkonsequent, zumal Kinder zwischen 6 und 15 in unseren Breiten normalerweise Schüler sind, aber der Zweck heiligt die Mittel und die Altersangaben sind präzise. <br />
<br />
Die Preisliste liefert das fehlende Glied der Kausalkette: Im Haus der Meeres müssen auch junge Menschen Eintritt zahlen. Daraus folgt: Das Haus des Meeres ist wohl kein Bundesmuseum. Diese beiden Wissensbrocken gehören nicht zum Alltagswissen, der Schreiber der kleinen Nachricht setzte sie dennoch als allgemein bekannt voraus. <br />
<br />
Damit hat er der Leserschaft keinen großen Dienst erwiesen. Nur mir hat er die Paar Minuten Amüsement geschenkt, das mir das kurze Nachdenken über sprachlichen Sinn und Unsinn bereitet.<br />
<br />
<i>Foto: Knipsermann/www.pixelio.de  <br />
</i></p>]]></content:encoded>
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    <item>
        <title>Quickies auf Irrwegen</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/quickies-auf-irrwegen</link>
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        <pubDate>Thu, 11 Feb 2010 18:06:11 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/quickies-auf-irrwegen#kommentare</comments>
        <dc:creator>Anna Fuhrmann</dc:creator>
        <category><![CDATA[Text]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/50/quickie.gif" width="150" height="131" alt="" class="klein" /> <i>&bdquo;Quickie-Ideas&ldquo;</i> - so bezeichnet eine ernsthafte Beraterfirma die preiswerteste, weil kürzeste Beratungsvariante in seiner Leistungspalette. Man ist ja inzwischen abgehärtet: wenn es pfiffig-individuell sein soll, erscheint den meisten Leuten die eigene Muttersprache viel zu farblos. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><i><i>&bdquo;Quickie-Ideas&ldquo;</i> - so benennt eine ernsthafte Beraterfirma die preiswerteste, weil kürzeste Beratungsvariante in seiner Leistungspalette. Man ist ja inzwischen abgehärtet: wenn es pfiffig-individuell sein soll, erscheint den meisten Leuten die eigene Muttersprache viel zu farblos.</i><br />
<br />
Aber ein Quickie bleibt ein Quickie, zumindest für deutsche Leser, auch im Business-Kontext. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quickie" rel="nofollow">Wikipedia</a> listet zwar auch folgende sekundäre Bedeutungsvariante: <br />
  <br />
<i><b>Als salopper Ausdruck im erweiterten Sprachgebrauch bezeichnet ein Quickie eine im Vergleich zur üblichen Zeitdauer verkürzte Aktion. </b></i> <br />
<br />
und auch Google listet für <i>&bdquo;Quickie-Ideas&ldquo;</i> einiges an unverfänglichen Kontexten ohne sexuelle Implikationen. Es sind aber ausnahmslos englischsprachige Webseiten, denn wir 08/15-Muttersprachler des Deutschen kennen meist die primäre, nicht erweiterte Bedeutung von englischen Vokalbeln. <br />
<br />
Denn Hand aufs Herz: fallen Ihnen bei <i>&bdquo;Quickie&ldquo;</i> irgendwelche Aktionen im Sinne eines erweiterten Sprachgebrauchs ein, oder doch zuerst ein ein - hm, ja, doch: ein Quickie?  Nur folgerichtig, dass Google die verknüpften Suchbegriffe  <i>&bdquo;Quickie + Ideen&ldquo;</i>  ausschließlich mit Seiten belohnt, die sich mit der beschleunigten Variante der schönsten Nebensache der Welt befassen. <br />
<br />
Ein Glück, dass akut paarungswillige Kandidaten durch die restlichen Texte rechtzeitig abgeschreckt werden.</p>]]></content:encoded>
        <wfw:commentRss>http://www.brueckenwerk.de/feeds/quickies-auf-irrwegen</wfw:commentRss>
    </item> 
    <item>
        <title>Schriftglättung</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/schriftglaettung</link>
        <guid isPermaLink="false">http://www.brueckenwerk.de/artikel/schriftglaettung</guid>
        <pubDate>Mon, 01 Feb 2010 18:13:28 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/schriftglaettung#kommentare</comments>
        <dc:creator>Tilman Pietzsch</dc:creator>
        <category><![CDATA[Design]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/49/schriftglaettung.gif" width="336" height="60" alt="" class="klein" />

Eine Schrift besteht aus Zeichen und diese wiederum bestehen aus kleinen, gleichfarbigen <s>Krümeln</s> Pixeln. So war das zumindest einmal. Als Designer hatte man lediglich eine Handvoll webtauglicher Fonts zur Auswahl, die auf Mac, Linux sowie Windows zur Verfügung standen. Ungeachtet sonstiger Qualitäten war wohl jeder mit einem Mindest-IQ von 70 in der Lage, die wenigen Schriften innerhalb kurzer Zeit auswendig zu lernen. Doch dann kam die Schriftglättung... [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p>Wer heute als Designer vor der Frage des Schriftbildes steht, hat eine Vielzahl an Faktoren zu bedenken. Wer glaubt, dass es mit der Frage nach der Verfügbarkeit einer Schriftart auf verschiedenen Betriebssystemen getan ist, hat weit gefehlt.<br />
<br />
Die meisten modernen Browser glätten die Schriften, um aus den kantigen Pixeln gerundete Schriften zu machen. Doch das gelingt bei weitem nicht allen Browsern unter allen Betriebssystemen gleich gut.<br />
<br />
<br />
<b>Internet Explorer 8.0 unter Windows 7</b><br />
<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/49/win-iexplorer.gif" width="440" height="304" alt="" class="klein" /><br />
<br />
Seit Windows Vista nutzen alle Browser die Windows-eigene Schriftglättung. Somit gibt es optisch auch keine Unterschiede zwischen dem Internet Explorer, Firefox oder Safari. Offensichtlich hat man sich bei Microsoft viel Mühe mit der Schriftglättung gegeben: Weder wirken die Schriften zu fett, noch leidet die Lesbarkeit darunter. Selbst kleinste Schriften wirken noch sauber.<br />
<br />
<br />
<b>Safari 4.0.4 unter Mac OS 10.x</b><br />
<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/49/mac-safari.gif" width="440" height="304" alt="" class="klein" /><br />
<br />
Auffällig ist, dass Safari erst ab einer bestimmten Schriftgröße glättet. Vermutlich wollte man auf diese Weise das Problem umgehen, dass sehr kleine Schriften durch die Glättung unsauber und schlecht lesbar werden. Die Schriftglättung ist unsauberer als unter Windows und führt zu einer gewissen Unschärfe.<br />
<br />
<br />
<b>Firefox 3.5.7 unter Mac OS 10.x</b><br />
<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/49/mac-firefox.gif" width="440" height="304" alt="" class="klein" /><br />
<br />
Ausgerechnet der allseits beliebte Firefox ist unter Mac OS eine echte Enttäuschung: Die Schriften wirken hässlich fett. Bei kleinen Schriftgrößen fließen die einzelnen Zeichen ineinander, was zu einem sehr unsauberen Schriftbild führt. Man kann eigentlich nur warnen, Schriften unter 10pt für Fließtext zu verwenden, da diese für Mac-User mit dem Firefox kaum lesbar sind.<br />
<br />
<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/49/mac-firefox-inv.gif" width="440" height="304" alt="" class="klein" /><br />
<br />
Noch drastischer ist das Ergebnis unter Mac/Firefox, wenn helle Schrift auf dunklem Hintergrund steht. Wo andere Browser keine Schwierigkeiten mit invertierter Darstellung haben, wirkt es beim Firefox, als wenn eine Herde Mammuts die armen Buchstaben platt getrampelt hätte. Oder anders ausgedrückt: Matschepampe!</p>]]></content:encoded>
        <wfw:commentRss>http://www.brueckenwerk.de/feeds/schriftglaettung</wfw:commentRss>
    </item> 
    <item>
        <title>Armes kleines Mädchen</title>
        <link>http://www.brueckenwerk.de/artikel/armes-kleines-maedchen</link>
        <guid isPermaLink="false">http://www.brueckenwerk.de/artikel/armes-kleines-maedchen</guid>
        <pubDate>Sat, 30 Jan 2010 18:14:42 +0000</pubDate>
        <comments>http://www.brueckenwerk.de/artikel/armes-kleines-maedchen#kommentare</comments>
        <dc:creator>Tilman Pietzsch</dc:creator>
        <category><![CDATA[Werbung]]></category>
        <description><![CDATA[<img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/48/vanessaneigert.jpg" width="440" height="230" alt="" class="klein" />

Da wollte ich mir gestern Mittag eigentlich nur schnell einen klebrigen, pappigen Burger holen und während ich dort an der Kasse auf mein Essen warte, sehe ich auf einem Bildschirm Vanessa Neigert einen Schlager trällern.

Wer erinnert sich nicht an die niedliche Kleine aus der letzten DSDS-Staffel, die im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten verstaubte Songs aus der Mottenkiste ausgrub und ihnen mit ihrem jugendlichen Charme frisches Leben einhauchte? Kaum wieder zu Hause, habe ich aus rein beruflicher Neugier ihre Webseite besucht. Was ich dort sah, wollte ich kaum glauben. [...]]]></description>
        <content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.brueckenwerk.de/weblog/2010/48/vanessaneigert.jpg" width="440" height="230" alt="" class="klein" /><br />
<br />
<i>Da wollte ich mir gestern Mittag eigentlich nur schnell einen klebrigen, pappigen Burger holen und während ich dort an der Kasse auf mein Essen warte, sehe ich auf einem Bildschirm Vanessa Neigert einen Schlager trällern.<br />
<br />
Wer erinnert sich nicht an die niedliche Kleine aus der letzten DSDS-Staffel, die im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten verstaubte Songs aus der Mottenkiste ausgrub und ihnen mit ihrem jugendlichen Charme frisches Leben einhauchte? Kaum wieder zu Hause, habe ich aus rein beruflicher Neugier ihre Webseite besucht. Was ich dort sah, wollte ich kaum glauben.</i><br />
<br />
<br />
Auf den ersten Blick sieht die Seite unter <a href="http://www.vanessaneigert.de" rel="nofollow">http://www.vanessaneigert.de</a> ganz nett aus: Zielgruppengerechte Farbwahl, relativ brauchbare Inhalte und eine gute Übersichtlichkeit. Doch das war es leider auch schon.<br />
<br />
Bereits die Portalseite ist ein absolutes KO-Kriterium. Nicht nur, dass solche Seiten absolut uninformativ und überflüssig sind (was erfährt der Besucher darauf, außer dass er auf der falschen Seite ist und einen Klick weiter auf der richtigen Seite landet?), sie sind auch die erste große Hürde für Suchmaschinen. Die stehen nämlich nur und ausschließlich auf Textfutter. Alles andere ist für sie unverdaulich.<br />
<br />
Bei dieser Portalseite hat man sich überdies noch besondere Mühe gegeben, damit sie auch ja nicht von Suchmaschinen oder Sehbehinderten Menschen gelesen werden kann: Der gesamte Inhalt ist ein einziges Flash. Und das, obwohl nicht die geringste Animation auf der Seite zu finden ist. Kein einziges Wort, worum es auf der Seite geht. Geschweige denn, ein ganzer Satz. Für Suchmaschinen und Sehbehinderte ist hier der Seitenbesuch schon zu Ende, denn wie sollten sie wissen, wo es weiter geht? Sie würden nicht einmal einen weiterführenden Link finden.<br />
<br />
Dafür hat man sich bei den Meta-Tags umso mehr ausgetobt. Ein Blick in den Quellcode zeigt:<br />
</p>
<ul>
  <li>Statt sorgfältig recherchierter Schlüsselbegriffe stehen in den Keywords neben Doubletten (<i>Superstar</i> und <i>Superstars</i>) ganze Sätze mit Komma getrennt</li>
  <li>Meta Description, DC.Description und Title sind inhaltlich identisch (<i>&bdquo;Vanessa Neigert - Die offizielle Webseite&ldquo;</i> - wie originell).</li>
  <li>&lt;meta name=&quot;revisit-after&quot; content=&quot;after 2 days&quot;&gt; zeugt eher von Unwissenheit, da sich kein Robot sagen lässt, wann er eine Seite wieder zu besuchen hat</li>
  <li>&lt;meta name=&quot;robots&quot; content=&quot;index,follow&quot;&gt; ist ebenso überflüssig: Wieso sollte man einem Robot per Meta-Tag etwas anordnen, was seiner Natur entspricht: Nämlich Links zu folgen und Seiten zu indexieren?</li>
  <li>&lt;meta name=&quot;audience&quot; content=&quot;alle&quot;&gt;: Auf was für Ideen die Leute so kommen. Ja für wen soll die Seite denn sonst sein?</li>
  <li>&lt;meta name=&quot;language&quot; content=&quot;German, de, deutsch&quot;&gt;: Ja wenn's denn sooo wichtig ist, hätte <i>de</i> auch gereicht</li>
  <li>Der Eintrag &quot;SONY MUSIC Entertainment Germany&quot; findet sich gleich drei Mal: Unter copyright, als publisher und author. Wenn sie wirklich Autor dieser Webseite waren, wundert mich gar nichts. Ich dachte, die Jungs produzieren Platten und keine Webseiten?!?</li>
</ul>
<p>Nachdem ich als glücklicher Besitzer zweier voll funktionsfähiger Augen und eines Browsers mit Flash-Plugin zu den Auserwählten gehöre, durfte ich weiter klicken. Hurra! Da steht tatsächlich Text! <i>News &amp; Termine</i>, fein säuberlich in zwei Spalten. Klicke ich eine Seite weiter zur <i>Biografie</i>, stehen rechts immer noch Termine, doch über der Biografie steht <i>News</i>. Eine Seite weiter unter Multimedia gibt es dann auch keine Termine mehr. Doch <i>News</i> und <i>Termine</i> bleiben ungeachtet dieser Tatsache oben stehen. Aha...<br />
<br />
Bei der Navigation hat man sich übrigens auch wieder besondere Mühe gegeben, dass sie gut aussieht, auch wenn dies bedeutet, dass weder Sehbehinderte noch Suchmaschinen sie sehen können: Alles fein säuberlich in ein Flash gepackt.<br />
<br />
Dass man manchmal Schmuckschriften einsetzen will und einfache Text-Links dafür nicht ausreichen, ist ja in Ordnung. Dafür gibt es Bild-Links, die man mit Alt-Tags versehen kann, um eine Sprachausgabe zu erreichen. Auch über den Title-Tag des Links lassen sich so Textinformationen transportieren, ohne das Design zu behindern. Warum man jedoch statische Grafiken als Flash realisieren muss, bleibt mir ein Rätsel.<br />
<br />
Die Seite <i>Multimedia</i> bleibt übrigens für flashlose Browser ebenfalls völlig leer. Auf der weißen Seite steht lediglich ganz unten &quot;Mehr Videos für Deine Seite auf Musicbox.de&quot;. Sehr informativ...<br />
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Noch einmal muss ich um Fassung ringen, als ich mir den Quelltext der Inhaltsseiten anschaue: <b>TABELLENLAYOUT!!!</b> In welchem Jahrzehnt leben wir eigentlich? Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, stehen die wenigen Styles nicht in einer .css-Datei, sondern im Header. Man bedenke: Diese Seite ist nicht 1995 erstellt worden, sondern 2009.<br />
<br />
Nachdem mir der ziemlich träge Seitenaufbau aufgefallen ist, war ich doch neugierig, bei wem diese Seiten gehostet werden. Ein kurzer Besuch bei Denic und - mich wundert mittlerweile gar nichts mehr - da steht <i>Strato</i>. Eine weitere Angabe bei der Denic verriet, dass nicht Vanessa die Eigentümerin der Domäne <a href="http://www.vanessaneigert.de" rel="nofollow">vanessaneigert.de</a> ist, sondern ein Rechtsanwalt. Das wird durch Vanessas Minderjährigkeit begründet sein, doch ich hoffe mal stark für sie, dass da wenigstens irgend ein sauberer Vertrag zugrunde liegt.<br />
<br />
Diese Webseite ist ein echtes Beispiel dafür, wie man seinen Kunden ganz bestimmt nicht hilft. Oberflächlich betrachtet ganz hübsch, doch alles, was der Kunde nicht sieht oder nicht weiß, wird schlichtweg ignoriert. Schlimmer noch: Diese Seite wird nicht nur viele Besucher ausklammern, sondern auch niemals eine Chance haben, irgendwie vernünftig in einer Suchmaschine gelistet zu stehen.<br />
<br />
Jede noch so einfache Fansite wird sich schon alleine aufgrund von Textinhalten und normaler Links besser platzieren. Wer sich per site:www.vanessaneigert.de die indexierten Seiten bei Google ausgeben lässt, wird auch als Laie sofort erkennen, dass die Suchmaschine an dieser Seite schlichtweg gescheitert ist. Und eine Seite, die nicht in den Suchmaschinen gelistet ist, ist ungefähr so wirkungsvoll, wie ein Firmen-Telefonanschluss mit Geheimnummer.<br />
<br />
Schade, schade, schade. Arme Vanessa, Du kannst es ja nicht besser wissen. Aber eigentlich solltest Du ein Management haben, das mit vertrauensvollen Werbepartnern zusammen arbeitet. Schließlich sollte wirkungsvolle Werbung ja in Euer aller Interesse sein.</p>]]></content:encoded>
        <wfw:commentRss>http://www.brueckenwerk.de/feeds/armes-kleines-maedchen</wfw:commentRss>
    </item> 
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