


Hat eigentlich schon mal jemand bei dem ganzen Multimedia-Breitbild-Trend bedacht, dass ein PC ursprünglich auch mal für andere Anforderungen gedacht war, als nur DVDs abzuspielen? Nein, ich meine jetzt keine 3D Ego-Shooter, sondern ganz banale Anwendungen wie Internet, E-Mail und ein Schreibprogramm.
Schon beim 16:9-Format habe ich fast mehr Hintergrund als Word-Dokument auf dem Bildschirm. Ich könnte das Problem umgehen, indem ich die Ansicht auf 150 Prozent vergrößere oder indem ich in Zukunft nur noch im Querformat schreibe. Doch erstens bin ich nicht halb blind und zweitens erinnern mich einzeilige Absätze eher an eine Regenwurm-Parade oder eine Essstäbchen-Sammlung.
Noch ungeeigneter sind Breitbildformate für das Web, denn die visuelle Wirkung von Werbung erstreckt sich gnadenlos von Bildschirmkante zu Bildschirmkante. „Liquid Design“ war mal der Renner: Wir haben unsere Webseiten so geschrieben, dass sie sich wie Kaugummi jeder Bildschirmauflösung angepasst haben.
Doch heute bedeutet „Liquid Design“ in den meisten Fällen nur noch eine Verflüssigung nach unten. Man könnte jetzt argumentieren, dass die Webseite auf dem Bildschirm ja stehend abgebildet ist und alles Flüssige von Natur aus den Drang hat, nach unten zu wandern, aber irgendwie befriedigt mich diese Erklärung nicht wirklich.
Liebe Monitor-Hersteller: Wenn Ihr schon immer breitere Bildschirme produzieren müsst, dann stattet sie doch bitte alle mit einer Pivot-Funktion*) aus. Das wäre doch mal was: Ein 2:1-Hochkant-Format. Nie wieder scrollen!
*) Pivot-Funktion: Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pivot-Funktion
Von Tilman Pietzsch am 19. Juni 2009, 03:45 Uhr veröffentlicht | 741 mal gelesen
Zuletzt bearbeitet am 24. Juni 2009, 17:00 Uhr
Themen: Design | Technik
Geschrieben von Christiane Strobel am 30. Juni 2009, 12:13 Uhr:
Geschrieben von Ferdinand Kestennus am 24. August 2009, 01:05 Uhr:
