

In einer kleinen feinen Diskussion wurde die Frage gestellt, wie denn das englische Verb „(to) pace“ (= dt.‚takten’) in einem deutschen Satz für die 3. Person Singular richtig gebeugt wird. Die von den überwältigenden Möglichkeiten der eigenen Sprache gänzlich voreingenommene Verfasserin dieses Artikels fragte etwas verdattert:
... wieso muss man überhaupt Englisches auf Deutsch beugen, wenn man doch auch „takten“ benutzen könnte? Der Grund: „pacemaker“ (=‚Schrittmacher’) und „peacemaker“(='Friedensstifter') und sollten eine Art Wortspiel miteinander bilden.
Dass die Möglichkeit, die vorhandene deutsche Entsprechung von „pacemaker“, nämlich „Schrittmacher“ zu benutzen, und ein Wortspiel von dieser Basis aus zu erwägen, gänzlich außer Acht gelassen wird, ist der eine Knackpunkt. Der andere: wieso muss man unbedingt mit englischen Wörtern spielen, zumal mitten in einem deutschen Satz? Ein überflüssiges englisches Wort (nämlich „pacemaker“) öffnet Tür und Tor für die anderen - oder sagen wir lieber ganz zukunftsweisend: es openet die dooren?
Schuld daran ist der Duden. Wenn dort die Verwendung englischer Verben wie zum Beispiel „(to) download“ nicht nur abgesegnet, sondern auch noch mit passenden Konjugationsformen („ich downloade, du downloadest, er downloadet“...) geadelt wird, anstatt das eigentlich gut verbreitete Verb „herunterladen“ verbindlich vorzuschlagen - dann braucht man sich nicht zu wundern, dass allerorten der Wunsch entsteht, Englisches nach deutscher Art zu beugen.
Genau das ist wie Plumpudding mit Sauerkraut.
Von Anna Fuhrmann am 27. Oktober 2009, 19:30 Uhr veröffentlicht | 342 mal gelesen
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