Im Dutzend billiger

So ähnlich verhält sich das mit den praktischen Inhaltsboxen, die man in der rechten Spalte vieler Webseiten bewundern kann. Der Einsatz der Boxen steigt, seit Content Management Systeme und Blogsoftware sie prefabriziert und in beliebiger Anzahl anbieten.

Das System macht auch für den Inhalt Vorschläge - leider, muss ich sagen. Denn die Inhaltsvorschläge werden gerne genommen. Darum wuchern dann überall genauso chice wie unnütze Tag-Wolken, langweilige Kalender, „News“, die keine sind, Links, die niemand braucht, und noch einiges mehr an herrlichen Nebensächlichkeiten.

Mit Mitteilungsdrang hat das alles nichts zu tun: Die Boxen werden eingesetzt, weil ... es sie gibt. Um im Supermarkt-Bild zu bleiben: Sie sind wie Fertiggerichte, die man nur noch aufwärmen muss, wenn man keine Zeit und Lust für etwas wirklich Gutes hat. Es würde mich gar nicht wundern, wenn in einigen Jahren eyetracking-Studien nachweisen würden: dort rechts, wo die Boxen sind, dort guckt keiner mehr hin.

Von Anna Fuhrmann am 01. Juli 2009, 12:10 Uhr veröffentlicht | 355 mal gelesen
Themen: Design | Text

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